Nico Leuenberger
23.02.2021
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Plattformen Spotify

Podcasts werden lukrativer, interaktiver und geschlossener

Podcasts werden lukrativer, interaktiver und geschlossener - so fasse ich die grosse News-Runde von Spotify zusammen.

Podcaster*innen können ihre Podcasts (zumindest in den USA) schon bald mit einer Abo-Gebühr versehen. Hörer*innen bezahlen pro Monat zwischen 3 und 8 US-Dollar, um beispielsweise exklusive Bonus-Episoden zu kriegen. Könnt ihr euch vorstellen wie ein Patreon-Modell, aber direkt in der Spotify-App. Natürlich behält Spotify einen Teil der Gebühr, der Grossteil geht aber an den/die Podcaster*innen.

Über die Spotify-App können Podcaster*innen schon bald Umfragen erstellen oder direkt beim Publikum Rückmeldungen abholen. So können sie direkter auf das Publikum eingehen und reagieren. Das tut den Podcasts gut, denn ein direkter Austausch findet bisher nicht statt, nur mit Umweg über Social Media.

Natürlich funktioniert all das nur über die Spotify-App und hat mit einem #Podcast im engeren Sinne nicht mehr viel zu tun. Wer etwa Bonus-Content auch für Menschen ausserhalb von Spotify zugänglich machen will, muss immer noch einen separaten, geschützten Feed installieren.

Mein Fazit: Ich freue mich sehr über den Drive, den Spotify hinlegt. Viele Innovationen der letzten Jahre kamen aus Schweden. Gleichzeitig will ich kein Monopol. Schon lange wird gemunkelt, dass Apple endlich doch noch aus dem Tiefschlaf erwachen und mit neuer Podcast-Energie aufwarten könnte. Das ist dringend notwendig! Auch freut mich die Übernahme von Podcast-Vermarkterin Triton Digital durch iHeartMedia, was bedeutet, dass die Ad-Technologie nicht in die Hände eines einzigen Anbieters fällt.

Wird Spotify in 5 Jahren das YouTube des Podcasting sein ohne echte Alternative weder für Creators noch für Werbetreibende? Möglich. Ausser die anderen beeilen sich.

 

Quellen: Anchor-Blog, PodNews

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Autor

Nico Leuenberger

Nico ist Storyteller aus Leidenschaft. Seine 10-jährige Erfahrung als Radioreporter hat ihn gelehrt, dass es kaum eine Geschichte gibt, die sich nicht spannend erzählen lässt. Anfang 2019 gründete er die Agentur Podcastschmiede, um im Auftrag packende Audio-Geschichten zu erzählen.