Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um Podcasts und Podcastwerbung

Reportage

Reportagen sind Formate, bei denen meist unterschiedliche Protagonist:innen zu Wort kommen und “gemeinsam” mit den Hörer:innen etwas erleben, bei Bedarf ein Moderationstext durch die Geschichte führt und viel Geräuschkulisse, Atmosphäre und Sounddesign zum Einsatz kommen. Eine Reportage soll sich anfühlen, als wären die Hörer:innen live in der Geschichte dabei. 

Reportagen sind Formate, bei denen meist unterschiedliche Protagonist:innen zu Wort kommen und “gemeinsam” mit den Hörer:innen etwas erleben, bei Bedarf ein Moderationstext durch die Geschichte führt und viel Geräuschkulisse, Atmosphäre und Sounddesign zum Einsatz kommen. Eine Reportage soll sich anfühlen, als wären die Hörer:innen live in der Geschichte dabei. 

Reportagen sind die “Königsklasse” der Audioformate, weil sie am aufwändigsten zu produzieren sind, viel Audiokenntnisse und Storytelling brauchen, dafür aber auch am schönsten anzuhören sind. Und das hat seinen Preis: Eine Reportage-Episode kostet bei uns mindestens 5000 Franken, je nachdem wie aufwändig sie ist, kann es auch mehr sein.

Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Reportage-Formaten:

Pros

  • Miterleben statt nur Zuhören: Dieses Format ermöglicht Hörer:innen nicht nur, etwas zu hören, sondern, etwas zu erleben. Dank Atmosphäre, Geräuschkulisse und echten und spontanen Interaktionen und einem Gefühl des “Miterlebens” schafft dieses Format viel Nähe und ermöglicht direkte Einblicke in Lebensräume, Unternehmen, Prozesse und so weiter. 

  • Spannend und abwechslungsreich: In einer Reportage passiert immer wieder etwas, unterschiedliche Menschen kommen zu Wort und unterschiedliche Schauplätze können vorkommen. 

  • Platz für Emotionen: Dieses Format bietet so viel Platz für Emotionen wie kein anderes. Auch GesprächsformateDas Gesprächsformat ist die häufigste Podcastform und das, was viele grundsätzlich unter dem Begriff “Podcast” verstehen. Häufig unterhalten sich zwei Personen, entweder (in sogenannten “Laberpodcasts”) über Gott und die Welt oder über bestimmte Fachthemen. Auch Monolog-Formate sind in den letzten Jahren beliebter geworden, in denen ein Host von seinen oder ihren Erlebnissen erzählt.
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     können emotional sein, aber dank Musik, Geräuschen, aber auch einmal Stille, kann eine Reportage Gefühle transportieren, wie sonst kaum ein Format.

Cons

  • Hoher Aufwand: Weil Reportagen so vielfältig und sorgfältig ausgestaltet sind, brauchen sie auch mit Abstand die meiste Zeit. 

  • Hohe Kosten: Das wirkt sich natürlich direkt auf die Kosten aus. Meistens sind mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Menschen nötig, ein packendes Storytelling und ein SounddesignDas Sounddesign besteht aus der Musik, die häufig am Anfang und Ende eines Podcasts läuft, aber auch überall dazwischen. Diese Stücke sollen dabei helfen, verschiedene Stellen im Podcast zu unterstreichen und die Emotionen oder Aussagen darin zu verstärken. Wir haben dafür unterschiedliche Optionen, von einem gekauften Stück aus einer Soundbibliothek bis hin zum vollständig durchkomponierten, individuellen Sounddesign.
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    , das sich über die ganze Episode zieht.  

Produktion

Die Produktion eines Reportage-Formats braucht viel Planung. Zuerst muss ein solides KonzeptJedes gute Podcast-Projekt startet mit einem soliden Konzept. Darin wird festgelegt, was die Hauptbotschaften und Ziele des Podcasts sind, was damit erreicht werden soll, wer darin vorkommt, wann und in welchen Abständen produziert und publiziert wird, wie das Budget aussieht, wie der Podcast promotet wird und so weiter. 
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 erarbeitet werden, um zu entscheiden, was erzählt werden soll und wie. Das geschieht bei uns üblicherweise in einem Konzeptworkshop. Dabei muss entschieden werden, wer in der Geschichte vorkommen soll und ob die Episoden aufeinander aufbauen oder jeweils in sich abgeschlossene Geschichten sind. Ausserdem muss festgelegt werden, ob die Reportage einen (oder mehrere) Host(s) hat und falls ja, wer sich am besten für diese Rolle eignet.

Für jede Episode müssen anschliessend Aufnahmetermine mit den jeweiligen unterschiedlichen Protagonist:innen vereinbart werden. Je nachdem werden direkt dabei noch Geräuschkulissen aufgezeichnet, unter Umständen müssen diese aber auch noch einmal separat aufgenommen oder zum Teil auch nachgestellt werden, wie im untenstehenden Bild für “Winterthur 2040”.

Wenn alles Audiomaterial da ist, müssen die Gespräche transkribiert und anschliessend die unterschiedlichen Aussagen im StorytellingStorytelling bedeutet eigentlich nichts anderes als die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs: eine Geschichte erzählen. Zu diesem Punkt gehört das Erarbeiten eines Ablaufs, das Definieren von Protagonist:innen oder Figuren, und eben das Verpacken von definierten Botschaften in einer Geschichte.
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 zu einer stringenten Geschichte zusammengeknüpft werden - mit oder ohne Moderationstext dazwischen. Das passiert meistens in einem ersten Schritt in Form eines schriftlichen Skripts, das den Ablauf der Episode beschreibt. Dieses Skript geht dann in eine oder mehrere Feedbackrunden mit der Auftraggeberin.

 

Wenn das Skript abgesegnet ist, geht es an den Schnitt oder die ProduktionUnter Produktion verstehen wir den ganzen Ablauf von der ersten Aufnahme bis zum fertigen Audio. Dazu gehören Aufzeichnungen, Skripten, Schnitt, Mixing & Mastering und das Sounddesign. Mehr Informationen zu den einzelnen Schritten findest du, wenn du auf die jeweiligen Begriffe klickst.
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. Nun müssen alle Passagen aus unterschiedlichen Gesprächen, der Moderationstext und meist unterschiedliche Tonspuren für Musik und Hintergrundgeräusche zusammengefügt werden. Anschliessend geht es ins Mixing & MasteringUnter Mixing/Mastering verstehen wir die Vereinheitlichung und Optimierung der Audios. Dazu gehört es beispielsweise, die Lautstärken anzupassen, Hintergrundgeräusche zu entfernen oder Stimmen richtig satt und präsent klingen zu lassen. Dieser Schritt garantiert, dass alle unsere Audios die gleiche hohe Soundqualität haben.
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, wo alles vereinheitlicht und perfekt aufeinander abgestimmt wird.

Dieser Prozess dauert in der Regel relativ lange, weshalb eine Reportage eine genügend lange Vorlaufzeit haben sollte. 

Beispiele

Wir durften schon mehrere Reportagen für unterschiedliche Kund:innen produzieren. Hier werden zwei ganz unterschiedliche Beispiele vorgestellt. 

Beispiel 1 ist der Podcast “Herzfrequenz”, eine Produktion für die Schweizerische Herzstiftung. Dieser Podcast erzählt in jeder Staffel die Geschichten von unterschiedlichen Menschen, die zum Beispiel einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. Er ordnet ausserdem mithilfe von medizinischem Fachpersonal ein, erklärt und informiert. Für den Podcast war Franziska Engelhardt bereits in unterschiedlichen Schweizer Spitälern unterwegs, hat Menschen zuhause oder in der Reha besucht, durfte bei Operationen am offenen Herzen dabei sein und hat selbst ganz viel über unterschiedliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelernt. Meistens wurde sie beim Skripten von einer oder mehreren Personen aus dem Team unterstützt, die gefeedbackt haben, bevor die Skripte an die Kundin gingen. Beim anschliessenden Schnitt und Sounddesign war in den letzten Staffeln vor allem Christina Baron tatkräftig beteiligt. 

Die Schweizerische Herzstiftung war mit der ersten Staffel so zufrieden, dass der Podcast inzwischen bereits fünf Staffeln hat. Dieses Format zeichnet sich durch die emotionale Nähe und Menschlichkeit aus, mithilfe derer komplexe Themen einfach und vor allem so vermittelt werden, dass sie in Erinnerung bleiben.

Das zweite Beispiel ist der Podcast “Neben der Spur” von Graubünden Tourismus. Für diese Produktion durfte Andrea Blatter für eine Woche in die Bündner Berge und dort ganz unterschiedliche Menschen kennenlernen. 

Zum Konzept gehörte, dass Andrea vorher nicht wusste, was sie am jeweiligen Aufnahmetag erwarten würde. Das erfuhr sie mithilfe von kleinen Zetteln in verschlossenen Couverts, die sie jeweils erst am Morgen öffnen durfte. In fünf Episoden erzählt sie die Geschichten von unterschiedlichen Menschen und nimmt die Hörer:innen mit ganz viel Geräuschkulisse in die Bündner Bergwelt mit. In einer Episode setzt sie sich zum Beispiel einen Baustellenhelm auf und unterhält sich mit einem langjährigen Mitarbeiter über den Bau des neuen Albulatunnels, in einer anderen Episode wandert sie mit Geissen durch die Wiesen und erfährt dabei, dass jede einzelne davon ihren ganz eigenen Charakter hat. 

Andrea nahm dabei jeden Tag ganz unterschiedliche Geräusche und Gespräche mit unterschiedlichen Menschen auf, gewisse Teile der Moderation zeichnete sie direkt während der Aufnahmen auf, zum Beispiel im Zug unterwegs nach Preda. Andere Stellen vertonte sie im Nachhinein im Studio in Winterthur und fügte alles schlussendlich - auch wieder mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Team - zu fünf unterschiedlichen Geschichten zusammen, die alle wiederum zu einer grossen Geschichte gehören.  

Die Stärke in diesem Fall ist, dass die Hörer:innen nicht nur im Nachhinein hören, wie die Woche in Graubünden war, sondern quasi “live” dabei sind, auch zum Beispiel in einem Moment, in dem Andrea einer Geiss entwischt. Dieser spontane Charakter und dieses Miterleben zeichnen Reportagen aus.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie deine Reportage klingen könnte, dann beraten wir dich gerne!

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