Andrea Blatter,
Manuel Diener,
23.12.2025
Die Aids-Hilfe Schweiz feiert 2025 ihr 40-Jahre-Jubiläum. Der dreiteilige Storytelling-Podcast “FUCK FIGHT CARE” beleuchtet die Geschichte von HIV in der Schweiz von den 1980er-Jahren bis heute.
Die Aids-Hilfe Schweiz hat ihr 40-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Events und Kommunikationsmassnahmen gefeiert, unter anderem mit einem dreiteiligen Storytelling-Podcast über die Geschichte von HIV in der Schweiz. Das Ziel: ein relevantes, schön erzähltes und informatives Audio-Produkt, das sowohl von einer interessierten Öffentlichkeit als auch – begleitet von Sexualpädagog:innen – von Schulklassen gehört wird und hartnäckigen Mythen und Vorurteilen entgegenwirkt.
In den 1980er-Jahren versetzte HIV die Welt in Angst und Schrecken. Die Aidskrise hat bis heute Millionen Tote gefordert. Erst 1996 kam das erste wirksame Medikament auf den Markt. Heute kann man gut mit HIV leben – sofern man unter Therapie ist.
In drei Folgen erzählt dieser Podcast die Geschichte von HIV und Aids in der Schweiz:
FUCK: Welche Auswirkungen hatte und hat HIV auf Liebe und Sexualität?
FIGHT: Welche Kämpfe wurden während der Aidskrise ausgefochten - und werden auch heute noch ausgefochten?
CARE: Wer kümmerte sich um alle Menschen, die wegen ihrer Krankheit ausgestossen wurden?
Wir haben mit Menschen gesprochen, die den Ausbruch der Aids-Epidemie erlebten und selbst betroffen waren. Mit Menschen, die keine Berührungsängste hatten und gegen Virus und Stigmatisierung gekämpft haben. Und mit Menschen, die heute mit HIV leben.
Wir bei der Podcastschmiede arbeiten mit Audio, klar. Aber viel mehr arbeiten wir mit Geschichten. Unsere Aufgabe ist es, Geschichten zu finden und sie zu erzählen, egal ob in Unternehmen, zwischen den Zeilen, in langen Audioaufzeichnungen oder kurzangebundenen Antworten, in Jahresberichten, auf Webseiten oder einfach im Leben.
Bei Storytelling-Formaten fangen wir meistens mit einem groben Gerüst an: Was haben wir, wo wollen wir hin? Dabei können wir entweder mit den Inhalten starten und dazu passende Protagonist:innen suchen, häufig fangen wir aber auch mit den Protagonist:innen an und schauen dann, wohin sie uns führen.
Eine Vorgehensweise ist dabei zum Beispiel, gute Textpassagen oder inhaltliche Highlights herauszuschreiben und diese dann in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, damit sie thematisch zueinander passen und sich ein guter Spannungsbogen ergibt. Bei der Produktion von "FUCK. FIGHT. CARE." legte Manuel Diener zuhause im Wohnzimmer die ganze Geschichte aus, die über die drei Episoden erzählt werden sollte.
Mehr Informationen zum Thema
StorytellingStorytelling bedeutet eigentlich nichts anderes als die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs: eine Geschichte erzählen. Zu diesem Punkt gehört das Erarbeiten eines Ablaufs, das Definieren von Protagonist:innen oder Figuren, und eben das Verpacken von definierten Botschaften in einer Geschichte.
mehr und einigen möglichen Arten, eine Geschichte aufzubauen, gibt es übrigens in unserem
GlossarStorytelling bedeutet eigentlich nichts anderes als die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs: eine Geschichte erzählen. Zu diesem Punkt gehört das Erarbeiten eines Ablaufs, das Definieren von Protagonist:innen oder Figuren, und eben das Verpacken von definierten Botschaften in einer Geschichte.
mehr. Und mehr zu den Stärken von Storytelling-Formaten im nächsten Abschnitt.
Die Vorteile einer solchen Produktion von A wie Aufmerksamkeit bis Z wie Zeit:
Die meisten Podcasts sind Gesprächspodcasts. Ein gut produzierter und relevanter Storytelling-Podcast sticht heraus und erregt Aufsehen – gerade auch bei Journalist:innen und Podcast-Expert:innen. Ein solches Produkt kann auch bei Audio-Wettbewerben eingereicht werden, wodurch wiederum mehr Aufmerksamkeit erzeugt wird.
Die Veröffentlichung des Podcasts ist in die Kampagne der Aids-Hilfe Schweiz eingebunden. Der Podcast erscheint auf der Startseite der Aids-Hilfe, hat eine eigene Landing-Page, wird im Newsletter beworben. Zudem wird im Magazin “Positive Life” darauf hingewiesen. Bei Podcasts ist schliesslich die Mund-zu-Mund-Propaganda ein wichtiger Faktor: Wenn der Podcast inhaltlich und erzählerisch überzeugt, wird er persönlich weiterempfohlen.
Der Podcast wurde unter journalistischen Grundsätzen entwickelt. Das heisst: Es ging um eine möglichst objektive Darstellung der geschichtlichen Ereignisse sowie des aktuellen Wissensstandes. Der Podcast ist keine Dauerwerbesendung für die Aids-Hilfe Schweiz, sondern ein eigenständiges, unterhaltsames und informatives journalistisches Produkt.
Die Aids-Hilfe Schweiz hat die Gelegenheit genutzt, die geschichtliche Aufarbeitung der Aidskrise mit Information und Aufklärung zu verbinden. Denn wie nebenbei erfährt man grundlegende Fakten über HIV: zum Beispiel, dass das Virus nicht mehr im Blut nachgewiesen, geschweige denn den Sexpartner:innen weitergegeben werden kann, wenn man in Therapie ist. Diese Informationen werden unter Anleitung von Sexualpädagog:innen diversen Schulklassen vermittelt.
Ein Jubiläum ist eine ideale Gelegenheit, die eigene Geschichte auf eine unterhaltsame Art und Weise zu erzählen. Es lohnt sich, einen Teil des Jubiläumsbudgets für einen Storytelling-Podcast zu nutzen und die Mitarbeitenden einzubinden – das erzeugt ein Gefühl der Identifikation und des Zusammenhalts. Ausserdem sind die eigenen Mitarbeitenden immer auch Botschafter:innen, die den Podcast weiterempfehlen.
Zusätzlich zur Produktion kann bei der Podcastschmiede eine massgeschneiderte Werbekampagne in reichweitenstarken Podcasts gebucht werden. Eine solche Kampagne ist viel wirksamer als beispielsweise eine Kampagne über Spotify, die oft nicht die richtigen Personen erreicht. Im Fall der Aids-Hilfe Schweiz hat der Podcast “Thronfolge” eine ganze Folge zum Thema HIV/Aids produziert, zusammen mit Julia, die auch im Podcast der Aidshilfe zu hören ist. Am Anfang und Ende der Folge sowie während des Gesprächs wird “FUCK FIGHT CARE” explizit empfohlen.
Bei uns können die Kund:innen ein Rundum-Sorglos-Paket buchen. Wir konzipieren, planen und produzieren den Podcast so, dass für die Kund:innen möglichst wenig Aufwand entsteht. Der Aufwand der Aids-Hilfe beschränkte sich auf einen halbtätigen Workshop zur Entwicklung des Konzepts, regelmässige kurze Sitzungen und das Gegenhören der Folgen ganz am Schluss. Das heisst: Wir schenken unseren Kund:innen Zeit – für ihre wichtige tagtägliche Arbeit.