Was kostet ein Podcast?

Die Antwort ist natürlich: Es kommt drauf an. Doch worauf genau? Welches sind die Faktoren, die einen Podcast günstig oder teuer machen? Und in welcher Grössenordnung bewegen sich die Preise für einen gut gemachten Podcast? Das klären wir jetzt.

Ein Unternehmenspodcast ist wie ein Gartenhaus: Wenn du handwerklich begabt bist, Erfahrung hast und gewillt bist, richtig viel Zeit zu investieren, dann muss das gar nicht teuer sein. Kauf' dir Material und Werkzeug und leg' los!

Aber wenn du das Gartenhaus aller Gartenhäuser willst, mit mehreren Stockwerken, Stromanschluss und Umgebungsarbeiten, dann überlass das den Profis. Du zahlst deutlich mehr (das teuerste Modell auf www.gartenhaus.ch kostet fast 90’000 Franken!), dafür kriegst du auch mehr. Du siehst: Es kommt drauf an.

Die Preise für einen Unternehmenspodcast bewegen sich übrigens im selben Bereich: Die Podcastschmiede hat schon Mini-Staffeln für 9’000.- Franken produziert, das bisher teuerste Projekt kam auf 140’000.- Franken.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was kostet ein Podcast-Konzept?
  2. Welches Podcast-Format kostet wieviel?
  3. Wie viele Episoden sollte unser Podcast haben?
  4. Was kostet ein Podcast-Sounddesign?
  5. Was kostet die Podcast-Distribution?
  6. Selber machen oder in Auftrag geben?
  7. Fazit

Faktor 1: Was kostet ein Podcast-Konzept?

Ein Corporate Podcast kann nur dann Erfolg haben, wenn er auf einem soliden Fundament steht. Welche Fragen du in einem guten Konzept beantworten solltest, liest du an anderer Stelle auf unserer Website. Wir rechnen typischerweise mit zwei bis drei Tagen Konzeptarbeit von unserer Seite, also 3’000.- bis 4’500.- Franken. In einem massgeschneiderten Workshop definieren wir gemeinsam mit dir und deinem Team, welchen Nutzen Hörer:innen haben sollen. Wir schärfen die Zielgruppe und entwickeln ein passendes Format.

Euer Einfluss auf den Konzept-Preis

Je mehr Vorarbeit ihr beim Podcast-Konzept selbst leistet, desto weniger zahlt ihr. Kommt gut vorbereitet zu uns. Beantwortet selbst schon mal die Fragen, die zu einem Konzept gehören. Macht euch ausführlich Gedanken darüber, wie ein Podcast klingen müsste, damit ihr selbst ihn gerne hören würdet.

Tagessatz, Stundensatz oder Pauschale?

In der Podcastschmiede arbeiten wir gerne mit Pauschalen. Wir haben mittlerweile Erfahrungswerte aus zahlreichen Podcastprojekten und können deshalb recht genau sagen, wie teuer beispielsweise eine Episode eines Gesprächspodcasts wird.
Bei ausgefalleneren Projekten, wo der Aufwand schwierig abzuschätzen ist, oder wenn ihr eine genauere Abrechnung wünscht, dann arbeiten wir im Stundensatz (Fr. 190.-) oder im Tagessatz (Fr. 1’500.-, quasi mit Mengenrabatt). Das mag nach viel klingen, beinhaltet aber nicht nur unsere Zeit, sondern auch unsere technische Ausrüstung wie Mikrofone und Kopfhörer, die Studiomiete und vor allem unsere jahrelange Erfahrung, die wir euch zur Verfügung stellen. Schliesslich wollt ihr einen richtig guten Podcast.

Faktor 2: Welches Podcast-Format kostet wieviel?

Nichts hat einen grösseren Einfluss auf den Gesamtpreis eines Podcasts als die Art und Weise, wie eine Episode bzw. eine ganze Staffel aufgebaut ist.

Viele Leute kennen vor allem Gesprächspodcasts, wo sich zwei Menschen in ein Studio setzen, eine halbe Stunde miteinander reden und das war’s. Doch erstens ist ein gut geführtes Gespräch aufwändiger, als es klingt. Und andererseits können Podcasts ja soo viel mehr sein! Wir können euch mitnehmen auf eine Reise - etwa so:

 

Suche nach der Bienenkönigin

"Ich durfte die Zürcher Stadtbienen besuchen. Stand frühmorgens auf, reiste nach Zürich, zeichnete zwei Stunden Material auf vor Ort. Nicht nur ein Gespräch, sondern auch ganz viele Eindrücke. Zurück auf der Redaktion schrieb ich dann ein Script. Das ist ein aufwändiger Prozess: Mit welcher Szene steige ich ein, um das Publikum abzuholen? In welcher Reihenfolge komme ich auf die vielen Aspekte des Themas zu sprechen? Wie erkläre ich komplexe Sachverhalte so, dass Sie folgen können und zwar auch dann, wenn Sie gerade im Auto sitzen und durch die Stadt navigieren müssen? Wo kann ich Musik einsetzen, um Szenen hervorzuheben? Und und und."

- Nico Leuenberger

 

 

Der Aufwand für eine solche Episode ist naturgemäss viel grösser als für ein reines Gesprächsformat. Auch in der Postproduktion fällt viel Arbeit an, denn so ein Projekt hat rasch einmal 100 und mehr Schnitte. Ob sich dieser Aufwand lohnt? Entscheidet selbst:

 

Preis pro Reportage

Der Preis einer solchen Reportage hängt vor allem von der Anzahl Protagonist:innen ab, von der Anzahl (und Abgeschiedenheit) der Schauplätze und von der Länge der fertigen Episode. An einer Reportage wie die “Stadtbienen” arbeiten wir knapp vier Tage, verrechnen also ca. 5’300.- Franken. Eine Episode von “Herzfrequenz” hingegen, wo wir mehr Expert:innen treffen, das Thema komplexer ist und die Episode 20-30 Minuten dauert statt 12, kostet rund Fr. 7’400.-.

Stand-Alone vs. Seriell

“Herzfrequenz” von Franziska Engelhardt funktioniert auch deshalb so gut, weil die Episoden nicht in sich geschlossen sind, sondern weil sie von Beginn weg als ganze Staffel konzipiert wurden. Franziska schlägt einen Erzählbogen über alle Episoden einer Staffel. Jede Episode hört mit einem Cliffhanger auf, der Lust macht, auch gleich die nächste Episode zu hören. Das ist Storytelling auf einem noch höheren Niveau, das zu Binge-Listening verführt.

Preis pro Gespräch

Wir lieben gut gemachte Reportagen. Aber auch ein einfaches Gespräch kann ganz wunderbar funktionieren. So wird total charmant und sachkundig durchs Thema “Rheuma” geführt, nicht?

Ein solches Gespräch klingt einfach, doch natürlich steckt gründliche Vorbereitungsarbeit dahinter. Nach dem Gespräch ist keine Korrektur mehr möglich. Keine Frage kann nochmals gestellt werden. Wenn Hannes oder Simon vergessen, an einer spannenden Stelle nachzuhaken, dann kommt die Chance nicht nochmal. Deshalb lesen wir uns sehr gründlich in ein solches Thema ein. Alle Audioschaffenden der Podcastschmiede sind ehemalige Radiojournalist:innen und deshalb sehr geübt in der Recherche.

Nach der Recherche entwerfen wir einen groben Fragekatalog und spiegeln ihn mit der Auftraggeberin. Dann folgt das Gespräch in unserem Studio.

Die Postproduktion ist vergleichsweise rasch gemacht, aber auch hier muss das Gespräch noch einmal durchgehört werden, Versprecher müssen geschnitten, das Intro und Outro eingefügt werden. Insgesamt sitzen wir ca. anderthalb bis zwei Tage an so einer Episode, offerieren sie deshalb meist für ca. Fr. 1’900.-.

Zusätzlich zu Audio-Episoden bieten wir auch Video-Optionen an. Gerne geben wir hier individuell Auskunft über Möglichkeiten und Kosten.

Euer Einfluss auf den Episoden-Aufwand

Egal ob Reportage oder Gesprächsformat: Die Vorbereitung ist aufwändig. Da könnt ihr uns unterstützen und die Kosten verringern. Sucht für uns geeignete Protagonist:innen. Gebt Sie uns ein Briefing, in dem ihr definiert, was ihr von dieser Episode erwartet. Bitte keine allzu strengen inhaltlichen Vorgaben: Wir sind die Profis, wenn es ums Erzählen von Geschichten geht. Aber wo die guten Geschichten liegen, das wisst ihr am besten.

Ausserdem: Habt Vertrauen in uns. Wir stecken unsere ganze Leidenschaft und Erfahrung in euren Podcast. Korrigiert in den Scripts, die wir euch zur Abnahme vorlegen, nur inhaltliche Fehler. Ihr müsst nicht an jeder einzelnen Formulierung rumschrauben. Wir wissen aus Erfahrung, was Hörer:innen verstehen und was nicht. Weniger, dafür gute Feedbackschleifen verringern den Aufwand.

Natürlich ist es auch eine Möglichkeit, dass ihr die Gespräche selber führt und uns lediglich die Aufnahmen zum Schnitt überlasst. Statt Geld investiert ihr eure Zeit in den Podcast. Wir raten euch aber, dies nur zu tun, wenn ihr wirklich geübt seid in der Gesprächsführung oder wenn es wirklich wichtig ist, dass genau du oder jemand aus deinem Team im Mittelpunkt des Podcasts steht. Und nur, wenn euch nicht nach wenigen Episoden der Schnauf ausgeht. Das wäre schade.

Faktor 3: Wie viele Episoden sollte unser Podcast haben?

Ganz einfach: Doppelt so viele Episoden sind ungefähr doppelt so teuer. Wir empfehlen immer, mit mehreren Episoden zu starten, denn “einmal ist keinmal”. Wenn ihr einen Podcast gleich am ersten Tag mit drei Episoden lanciert, weiss das Publikum erstens, dass ihr es ernst meint, und zweitens kann es die Bandbreite an Themen und Gästen abschätzen. Danach freut es sich auf weitere Episoden.

Für eine Staffel gibt es keine Untergrenze, eine magische Zahl scheint jedoch die sechs zu sein. Bei mehreren unserer Projekte hat sich das als gute Episodenzahl für eine erste Staffel herausgestellt.

Wenn ihr einen fortlaufenden Podcast erstellen wollt, sollten die Episoden nicht mehr als einen Monat Abstand zueinander haben. 14-täglich ist natürlich besser, um beim Publikum zur Gewohnheit zu werden.
Multiplizieret also einfach den Format-Preis mit 6 für eine Staffel bzw. 12 oder 24 für ein Jahr. (Oder wieso nicht gleich tagesaktuell? Wenn schon denn schon! 😉).

Euer Einfluss auf die Anzahl Episoden

Diese Entscheidung überlassen wir komplett euch. Ihr gebt den Rhythmus vor und könnt ihn auch später noch steigern. So wollte die Migros bei “Chrut und Rüebli” im Monatsrhythmus starten und erst nach anderthalb Jahren haben wir zum 14-Tage-Rhythmus gewechselt. Inzwischen sind wir wieder beim Monatsrhythmus angekommen.

Faktor 4: Was kostet ein Podcast-Sounddesign?

Eine eingängige Erkennungsmelodie ist wichtig für den ersten Eindruck. Wie oft hast du schon einen Podcast gestartet und innerhalb der ersten Sekunden ein fixes Bild im Kopf gehabt? Hier gibt es drei Optionen:

Aus einer riesigen Datenbank suchen wir 3-4 passende Titel für euer Projekt aus und legen sie euch zur Entscheidung vor. Daraus bauen wir dann Intro, Outro und Trenner - ein Soundlayout. Dafür verrechnen wir euch Fr. 1’900.-.

Das funktioniert gut und ist für kleine Projekte sinnvoll. Für grosse Projekte hingegen kann es sich lohnen, dass ein Musiker in unserem Auftrag einen individuellen Sound nur für euch komponiert. Für Fr. 2’900.- erhält ihr eine Erkennungsmelodie, die kein anderer Podcast auf der Welt hat, passend mit Intro, Outro und Trennern.

Und für Fr. 4'000 gibt es die Premium-Variante: Ein eigens für euch komponiertes Soundlayout und zusätzlich Moods für die unterschiedlichen Teile der Episode. So wird der komplette Podcast von Anfang bis Schluss durchkomponiert. So wurde etwa hier der Sound für den seriell erzählten Podcast “Herzfrequenz” kreiert.

Euer Einfluss auf die Soundkosten

Vielleicht habt ihr bereits ein bestehendes Audio Branding? Dann verwenden wir dieses sehr gerne auch für euren Podcast.

Faktor 5: Was kostet die Podcast-Distribution?

Egal, wie gut euer Podcast ist: Er wird nur gehört, wenn ihr der Welt davon erzählt. Hier vertauschen sich unsere Rollen. Gefordert seid vor allem ihr. Wir unterstützen euch dabei.

Ihr habt bestimmt schon bestehende Kommunikationsplattformen. Nutzt diese! Doch wie verbreitet man einen Podcast? Die Sozialen Netzwerke sind auf Videos optimiert. Und ihr habt nur Audio! Doch auch hierfür gibt es Lösungen.

Bei der Planung unterstützen wir euch gerne mit einem Distributionskonzept. Unsere Verbreitungs- und Werbungs-Expertinnen Andrea Blatter und Alexandra Mandl setzen sich mit euch zusammen und beraten euch individuell. Dafür verrechnen wir euch einmalig Fr. 1’500.-.

Zusätzlich kreieren wir für euch gerne sogenannte Audiogramme für jede Episode. Das sind kurze Podcast-Ausschnitte, die wir mit einem Standbild und einer Animation versehen, um Aufmerksamkeit auf den Podcast zu lenken. Unser Social-Media-Paket enthält für 630.- Franken pro Episode je ein Audiogramm, und zwei grafische Sujets für Instagram und andere soziale Netzwerke.

Euer Einfluss auf die Distributionskosten

Wenn eure Social-Media-Abteilung und eure Kommunikationsverantwortlichen sich auf das neue Medium einlassen und selbst Inhalte aus dem Audiopodcast erstellen, kommt ihr hier ganz ohne uns aus.

Sollen wir einen Podcast selber machen oder in Auftrag geben?

Einen authentischen Podcast könnt ihr sehr gut In-House produzieren oder ihr könnt eine Agentur damit beauftragen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Kosten: Zeit ist Geld

Wenn du nur die monetären Kosten betrachtest, ist eine In-House-Produktion deutlich günstiger. Das Equipment ist erschwinglich, mehr braucht ihr eigentlich nicht. Ausser Zeit. Viel Zeit, wenn es gut werden soll. Wenn ihr euch diese Zeit gerne nehmt, ein Flair für Storytelling habt und vor der Postproduktion nicht zurückschreckt, dann solltet ihr einen Podcast selber produzieren.

Wenn ihr einen Podcast hingegen bei einer Agentur in Auftrag gebt, profitiert ihr vom Know-How der Audio-Profis, die es sich gewöhnt sind, Geschichten fürs Ohr zu erzählen. Ausserdem hat die Agentur einen Überblick über aktuelle Trends, kennt die Potenziale verschiedener Formate und hat alle Fehler schon einmal gemacht. Damit ihr diese Fehler nicht wiederholen müsst. 😉 

Bei der Podcastschmiede arbeiten wir sehr gerne im Hybrid-Modell: Wir produzieren Podcasts gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden. Das beginnt beim gemeinsamen Entwickeln eines Konzepts. Die Produktion geschieht dann bei uns, wobei wir aber Geschichten und Protagonist:innen aus dem Umfeld der Kundin mit einbeziehen.

Fazit: Jeder Podcast ist anders

Von klein, schnell und günstig bis ganz gross, prächtig und strahlend kann ein Corporate Podcast ganz unterschiedliche Formen annehmen. Entsprechend sind die Kosten anders. Mit unserem Artikel haben wir hoffentlich etwas Licht ins Dunkel gebracht und dir dabei geholfen, eine erste Entscheidung zu treffen: Nämlich die, ob du mit uns arbeiten möchtest. Falls ja oder wenn du Fragen hast, melde dich jederzeit bei uns. Wir sind für dich da.

Jetzt reden mit den Profis